Hatto Beyerle (* 20. Juni 1933 in Frankfurt am Main) ist ein deutsch-österreichischer Kammermusiker, Dirigent und Universitätsprofessor.
Hatto Beyerle studierte in Freiburg bei
Ulrich Koch Viola, in Wien bei
Ricardo Odnoposoff Violine bei Alfred Uhl Komposition und bei
Hans Swarowsky das Dirigieren.
1960 war er Mitbegründer des Kammerorchesters
Wiener Solisten mit dem er zahlreiche Konzertreisen unternahm. 1970 gründete er zusammen mit
Günter Pichler das
Alban Berg Quartett. Mit diesem Streichquartett gewann er zahlreiche nationale und internationale Preise, u.a. den deutschen Schallplattenpreis, mehrere japanische Preise, und wurde von der deutschen Phonoakademie zweimal mit dem Titel
Künstler des Jahres ausgezeichnet. 1982 bis 1998 war er Mitglied des
L´Ensemble.
Hatto Beyerle wirkte von 1964 bis 1987 als
Professor für Viola und Kammermusik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Seit 1987 ist er Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und war von 1990 bis 2004 auch Professor an der Musik-Akademie der Stadt Basel. Seit 1998 gibt er regelmäßig
Meisterkurse an der
Scuola di Musica di Fiesole (Florenz) sowie
Gastkurse für Viola und Kammermusik in den USA und Kanada.
Als Dirigent leitete Hatto Beyerle von 1985 bis 1998 die
Konzertvereinigung der Wiener Konzerthausgesellschaft.
Zu seinen Schülern gehörten u.a.
Veronika Hagen,
Hartmut Rohde, Johannes Lüthy, das Hagen-Quartett, das Szymanowski Quartett, das Trio Jean Paul, das Artis-Quartett, das Galatea Quartett und das Iturriaga Quartett.
2004 war Beyerle Initiator der
European chamber music academy (ECMA) und künstlerischer Leiter des
Europäischen Kulturforums Grossraming (Österreich).